Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. 5% Prozent Kurssprung am heutigem Tag machen dem Anleger Mut. Der Liquiditätsspritze von FED, EZB und Co. sei Dank! Doch nun heißt es dran bleiben. Wir haben eine gute Chance, das Jahr positiv für unsere Portfolios ausklingen zu lassen. Neun der dreissig Dax-Werte haben die letzte Erholung verpasst – weiterlesen auf www.dailyfund.org
Italien: Vom Playboy zum Sorgenkind
Da spina nasce rosa, da rosa nasce spina. “Aus dem Dorn wächst die Rose, aus der Rose wächst der Dorn.”, die Rose trocknet aus und der Schulden-Dorn wächst. Italien entwickelte sich über die letzten Wochen und Monate zum Sorgenkind der Schuldenkrise. Playboy Berlusconi bewahrt Ruhe, doch der Anschein eines Viva Italia ist am bröckeln.
Ein Satz der Experten machte die Runde: Die Zinskurve italienischer Anleihen ist invertiert. Auf deutsch? Die Renditen für Bonds mit kürzerer Laufzeit sind höher als die für eine längere Laufzeit. Mit diesem Problem hat Griechenland, Portugal und nun auch Italien zu kämpfen. In dieser Inversion hat sich nun auch noch eine Wellenbewegung herausgebildet, was für Nervosität bei den Anlegern und Umschichtung der Laufzeiten spricht.
Das ist nicht alles! Für die hochverschuldeten Staaten wird es in Zukunft immer schwieriger, an Geld zu kommen. Belgien und Italien müssen für Anleihen verdammt hohe Zinsen zahlen. Verrückt? Ja, wenn man bedenkt, dass die EZB mit Vollgas Staatsanleihen kauft, um die herrschenden Marktzinsen zu verringern. Noch bekommt Italien Geld von Investoren, jedoch müssen diese mit hohen Zinsen gelockt werden. Irgendwann kann kein Ausgleich mehr gewährleistet werden und dann wissen wir alle was passieren wird. Italia, Italia. Massiva Zinsika. Extrema Pleita? Ein kleines Video als Geschmacksnote für die Spaghetti.
Dax – Wie wird die Woche?
Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von “Dax – Wie wird die Woche?”. Unser Dax hat eine lange Durststrecke hinter sich. Bevor er gerade so am Freitag aufgrund positiver Konjunkturaussichten mit einem Plus von 1,19% aus dem Handel gegangen ist, hatte der deutsche Leitindex in der letzten Woche 5,30% verloren. Europa lässt ihn nicht in Ruhe. Langsam wird die Luft für die traditionelle Jahresendrallye dünner. Allen voran verunsicherten besonders die Commerzbank mit Gerüchten, für eine erneute Aufstockung ihres Eigenkapitals zusätzliche staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, was der CEO Dietmar Blessing jedoch vehement abstritt. Wir werden sehen. Überraschen konnte dagegen die Aktie des Energieversorgers RWE, die sich bisher im schlechten Marktumfeld gut behaupten konnte, um mal ein positiven Beispiel zu bringen. Der Titel ist allein schon wegen der exorbitanten Dividendenrendite von derzeit 12,44% interessant.
Schauen wir nach vorn. Welchen Daten werden nächste Woche die Märkte bewegen? Um 08:00 Uhr prognostiziert die GfK den deutschen Konsumklimaindex für Dezember. Es folgen die inländischen Verbraucherpreise im November. Mehr zur Geldmenge M3 (gesamte Geldmenge) und damit zur Inflation in der EU erfahren wir ab 10:00 Uhr. Wie es um das Economic Sentiment im Euroland bestellt ist, werden am Dienstag die um 11:00 Uhr veröffentlichten Daten zeigen. In den USA hält die Rezessionsangst Einzug, was wahrscheinlich auch durch ein gesunkenes Verbrauchervertrauen bestätigt wird. Um 16:00 Uhr MEZ wissen wir mehr.
Am Mittwoch kommen um 09:55 Uhr die inländische Arbeitslosenquote sowie die deren Veränderung für November. Etwas später um 11:00 Uhr ebenso die Arbeitslosenquote im Euroraum und die Verbraucherpreise des Vormonats. Die Amerikaner berichten ab 14:30 Uhr MEZ über die Entwicklung der Produktivität und der Lohnstückkosten des dritten Quartals. 20:00 Uhr bringt die Fed ihr Beige Book.
Donnerstag, es ist bereits der 01.Dezember, bestätigt uns um 10:00 Uhr der Einkaufsmanagerindex hoffentlich, das es mit der Konjunktur in der Eurozone wieder bergauf geht. Ihre Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liefern die USA um 14:30 Uhr ab. Hier die Veränderung zur Vorwoche. Genaueres zur Arbeitslosenquote in den Staaten erfahren wir am Freitag um 14:30 Uhr nachdem 11:00 Uhr die europäischen Erzeugerpreise über die Ticker gelaufen sind.
Dies war eine kleine Zusammenfassung der volkswirtschaftlichen Fakten, die uns nächste Woche erwarten. Für eine Anlageentscheidung werden sie nicht ganz ausreichen. Die Börse ist aktuell sehr politisch und recht nervös. Vielleicht wirkt sich ja die bevorstehende Adventszeit beruhigend auf den deutschen Aktienmarkt aus.
Desillusionierung für Spanier und Banken
Investoren trinken nur noch Cola anstatt Sekt. Banken beziehen bald Wohnsiedlungen am Stadtrand. Die Katastrophe naht. Das Schuldenzickzack und das Bangen um Banken und Co. ist wieder gestartet! Der Dow Jones rutschet auf seinen tiefsten Stand seit 4 Wochen. Aber nicht nur dem Dow Jones geht es schlecht.
Alle wichtigen Titel der US-Börsen haben am Montag unter dem Scheitern des Komitees für Schuldenabbau der US-Staatsschulden gelitten. Und wie soll es anders sein, die deutschen Titel wurden mit in den Abgrund gerissen. Die Ratingagentur Moody’s hält sich die Option offen, Frankreich seine Spitzenbonität von “AAA” zu entziehen. Désastre! Spanien wirft erneut die Würfel und der designierte Regierungschef Rajoy rätselt um eine Erklärung, wie denn nun die Staatsschulden in den Griff zu bekommen sind.
Banken unter Beschuss!
Die amerikanischen Banken hat es besonders hart erwischt! Die Bank of America gab fünf Prozent ab, die Citibank musste ein Minus von 4,9 Prozent verzeichnen und Morgan Stanley verlor ganze 4,3 Prozent. In Deutschland ist das Bild nicht anders. Die Deutsche Bank verzeichnete ein Minus von 6,01 Prozent und die Commerzbank musste sich mit einem Rückschritt von 7,01 Prozent “zufrieden” geben. Was für eine Ironie. Anfängliches Belächeln artet nun zu einer Farce aus.
Dax – Wie wird die Woche?
Und schon wieder ist eine Woche vergangen. Leider hatte ich mich mit meiner letzten Prognose im Vorzeichen geirrt. Nun liegen wir bei 5800 Punkten. Warum nur? Die Lage in Griechenland hat sich beruhigt, Italien wird von einem Finanzexperten regiert und der deutsche Wirtschaftsaufschwung ist trotz Währungskrise nicht zu stoppen. Einige scheinen ein Interesse daran zu haben, den Markt immer wieder nach unten zu drücken und die aktuelle Situation schlechter zu reden, als sie schon ist. Dabei sind Aktien niedrig bewertet und bieten ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis. Im Vergleich zu Anleihen, die jahrelang als sicherer Hafen galten, sind sie eindeutig die bessere Geldanlage. Vielleicht liegt das schlechte Abschneiden der Aktienwerte aber auch daran, dass durch die andauernde Emission von Staatsanleihen dem Aktienmarkt das Kapital entzogen wird? Alles nur Spekulation…
Welche Daten stehen für nächste Woche konkret an?
Am Montag veröffentlichen die Europäer um 10:00 Uhr ihren Leistungsbilanzsaldo für September. Vorher sind die Japaner an der Reihe, die um 00:50 Uhr MEZ den Handelsbilanzsaldo und um 05:30 den Gesamtwirtschaftsindex mitteilen. Zahlen zum Verbrauchervertrauen der Eurozone im Monat November erreichen uns am Dienstag um 16:00 Uhr. Daten zum amerikanischen BIP folgen um 16:00 Uhr. Der Mittwoch hat es in sich. Schlag auf Schlag werden am Vormittag der Euroland Einkaufsmanagerindex, die Auftragseingänge Industrie, der deutsche Einkaufsmanagerindex, das französische Geschäftsklima, Produktionsaussichten und Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Auch die USA haben einiges zu berichten. Um 14:30 erreichen uns die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Vorwoche, die Auftragseingänge langlebiger Güter und Investitionsgüter Oktober, Auslieferungen von Investitionsgütern Okt., private Konsumausgaben Okt., der Deflator des privaten Konsums Okt. und das Konsumklima im November. Da am Donnerstag in Amerika Thanksgiving gefeiert wird, schauen wir an diesem Tag nur auf Europa. Um 08:00 Uhr laufen die Daten zum deutschen BIP des dritten Quartals über die Ticker und um 10:00 Uhr hoffen wir auf ein positives ifo-Geschäftsklima. Um 10:00 werden die Märkte ebenfalls erfahren, wie es in Italien um das Verbrauchervertrauen bestellt ist. Zahlen aus Großbritannien, die Briten veröffentlichen um 10:30 Uhr ihr BIP des dritten Quartals, interessieren momentan nur wenige. Wichtig scheint nur, was in der Eurozone passiert. Zum Wochenausklang werden uns noch um 08:00 Uhr die deutschen Einfuhrpreise mitgeteilt. Italien liefert um 10:00 Uhr die Einzelhandelsumsätze im September und Spanien um 09:00 Uhr seine Erzeugerpreise.
Zahlen der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften erreichen und die kommende Woche nicht. Trotzdem wir es im Dax wieder heiß hergehen. Viele Werte sind in der Nähe ihrer Jahrestiefstände oder haben diese Marke sogar unterboten. Wer sich traut und nicht jeden Cent für seine Weihnachtsgeschenke benötigt, sollte sich schon mal umschauen, um bei der Jahresendrallye seine ganz persönlichen Geschenke mitzunehmen.
Ich persönlich bleibe bei meiner Empfehlung und sehe momentan die größten Chancen bei den Bankaktien. Hier sollten kurzfristig die höchsten Profite zu erzielen sein. Schaun mer mal, dann sehn mer scho, wie der Kaiser sagen würde.
Abschied vom “Joe”
Abgang und Karriere. Salz und Pfeffer. Griechenland und Europa. So ganz will nix zusammenpassen und doch braucht das eine, das andere. So ist es auch mit Josef Ackermann und der Deutschen Bank. Gestern noch die Aktie analysiert und heute folgt der kleine! Beitrag über Ackermanns Abgang.
Die Wirtschaft kann gerade in den Führungsebenen so erbarmungslos sein. Sehr überraschend wurde am Montag mitgeteilt, dass Joseph Ackermann nicht wie geplant, den Wechsel in das Gremium nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand vollziehen wird. Fritschen und Anshu “Rainmaker” Jain werden Anfang 2012 wie geplant die Doppelspitze der Deutschen Bank bilden. Deal! Es kann nichts mehr gerüttelt werden, Ackermann ist raus. Denkbar? Im Januar war noch alles anders, da Ackermanns Vertrag bis 2013 lief und noch nicht groß über eine Nachfolge gesprochen wurde. Natürlich waren schon seit längerer Zeit Gerüchte im Umlauf, doch die Entscheidung war überraschend.
Ackermann hatte es nicht immer leicht. Hingeschmissen bei der Credit Suisse, dunkle Wolken über seinem Haupt durch den Mannesmann-Prozess und jetzt die MF-Global Pleite im Rücken. Es hätte jedoch eines der guten Jahre für Ihn werden können. Ganze 10 Milliarden Euro Gewinn vor den Steuern sollten es nun 2011 werden und jetzt das!? Ackermann war immer der Mann der Stunde, wenn es um die eine oder andere Überraschung ging.
Jeder kann sich sicher sein: Ackermann verlässt eine “Position”, aber vom “Acker” ist der “Mann” noch lange nicht. Er war und ist einer der bedeutendsten Bänker unserer Zeit!
OLD BUT GOLD! Volker Pispers über die Finanzkrise
Es ist schon einige Zeit her, aber Pispers trifft immer noch den Nagel auf den Kopf. Viel Spaß!
Analyse: Deutsche Bank AG
Klage gegen die Deutsche Bank wegen der MF-Global-Pleite. US-Fonds verklagen Deutsche Bank. Ackermann hat sich überschätzt und ein Kursverfall vom Feinsten. Die negativen News sind nicht mehr zu überhören und doch wird die Hoffnungsmaschinerie angekurbelt. Sehen wir uns die Aktie des Deutschen Bankhaus Prinzen mal genauer an, die Deutsche Bank AG in der Analyse.

Wie wir sehen ging es in den Monaten Juli, August, September und Oktober besonders bärig zu. Ein massiver Abfall fand statt und die Erholung in den jetzigen Monaten lässt noch auf sich warten.
Im Gegensatz zur Commerzbank ist die Analystenhaltung gegenüber der Deutschen Bank Aktie vorwiegend negativ. Ab einem Kurs von ca. 34 Euro begannen auch die Insider zu zweifeln, ob es sich nur um eine kurze (große) Marktschwankung handle. Dennoch sehe ich die Aktie als interessanten Titel an. Wieso? Also erstmal ist die Aktie leicht unterbewertet, was nach einem Blick auf den Chart jedem klar sein dürfte. Das Langfristige Wachstum liegt trotz der ernüchternden Monate bei positiven, knappen 9 Prozent. Was mal wieder besonders bizarr ist, dass das Analysteninteresse steigt, aber die Haltung von solchen negiert wird. Ist eigentlich nix neues, oder? Zu guter letzt noch ein Blick auf die Dividendenrendite. Diese liegt bei 2,38 Prozent und ist gut gedeckt, da man dafür “nur” 12 Prozent des Gewinns verwenden muss.
Lange Rede, Kurzer Sinn! Für mich ist die Deutsche Bank ein Titel, auf den man auch in dieser Zeit ein Auge werfen sollte. Gerade durch die Unterbewertung, welche jedem bekannt ist sollte einen dazu veranlassen, die Aktie in die Watchlist zu verfrachten.
Was sagt der Analyst?
Und schon wieder ist es passiert. Die Aktie der Commerzbank ist erneut unter die 1,50 Euro Marke gerutscht. Die Ratingagentur Fitch hat vor einer Art Ansteckung der US-Banken durch die Schuldenkrise gewarnt. Eins bleibt: Der Druck auf den Bankensektor nimmt nicht ab.
Goldman Dax, entschuldigt….ich meinte Sachs hat sein Kursziel für Infineon auf 8,30 Euro gesenkt, jedoch auf einem “buy” belassen. Zu Grunde liegt der Aktion wahrscheinlich ein ziemlich ernüchternder Margenausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12.
Die Citigroup hat das Kursziel der Commerzbank von 2 auf 1,55 Euro gesenkt. Analysten belassen den Titel jedoch auf einem soliden “neutral”. Dadurch das die Aktie leicht unterbewertet ist und der langfristige Wachstum bis 2013 immernoch auf knappe 30 Prozent festgelegt wird, lohnt es sich durchaus ein Auge auf die Commerzbank-Aktien zu werfen. Das Analysteninteresse ist hoch, ob auch hohe Gewinne zu erwirtschaften sind wird sich zeigen.
Monopoly-Land 2012?
Die Reichen werden trotz Krise immer reicher und die Armen immer ärmer. Das Privatvermögen beträgt in Deutschland fünf Billionen Euro. Der Landvogt und seine Kollegen besitzen davon 10 Prozent. Wer denn Landvogt nicht kennt, er gehört zu den reichsten im Land.
Alle werden satt? Wo liegt das Problem?
Genau genommen liegt das Problem nicht, sondern steht direkt vor uns! Die Zinsenlast, welche aus diesen Vermögen (vom Landvogt) resultiert kann von dem normalen Paul aus Berlin nicht mehr erwirtschaftet werden. Das Resultat wird ein Reset sein, welcher zur Neuorientierung im gesamten Währungssystems führen wird. Warum das der letzte Ausweg ist? Nunja, durch den Zinseszinseffekt wächst das Vermögen bei den Menschen exponentiell an, welche schon exorbitant leben. Das Resultat: Reiche sind satt, Arme sind platt! Die Zinsenlast von Deutschland liegt übrigens bei 42 Mrd. Euro.
Was bedeutet der Reset?
Vereinfacht ausgedrückt käme es zu einer Umverteilung des Geldes. Das Geld rutscht von oben nach unten! Entweder durch eine Währungsreform, fiskalische Umverteilung oder eine hohe Inflation. Bestes Beispiel für Erfolg ist England, dort reguliert man das Problem durch das Drucken von Geld und das Niedrighalten von Zinsen.
Lösung?
EZB kauft Anleihen auf. Macht Schulden zu Geld. Schulden werden “weginflationiert”! Dadurch entsteht jedoch die Gefahr einer Hyperinflation. Und das hat uns gerade noch gefehlt! Ob wir nun bald mit Monopolygeld an der Kasse stehen bleibt abzuwarten.


